Torfhof Glaumbær
Glaumbær
Glaumbær ist ein gut erhaltener Torfhof im Tal Skagafjörður in Nordwestisland, heute das Herzstück des Heimatmuseums Skagafjörður. Seine miteinander verbundenen, grasbedeckten Räume, aus geschichtetem Torf, Stein und Holz um schmale Gänge herum gebaut, zeigen, wie isländische Bauernfamilien vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert lebten.
Region
Nordwestisland
Koordinaten
65.6119° N, 19.5073° W
Stopp planen
- Zeit vor Ort
- 1 Std.
Barrierefreiheit
- Rollstuhl · Keine
- Ein historisches Torfbauernhaus mit niedrigen Türen, erhöhten Schwellen und engen, unebenen Gängen. Der Innenraum ist nicht stufenlos, obwohl das Gelände und die separaten Ausstellungsgebäude besser zugänglich sind.
- Eingeschränkte Mobilität · Eingeschränkt
- Ebener Zugang über Gras zu den Gebäuden, aber das Torfbauernhaus hat niedrige Türen und enge innere Gänge. Zwei nahegelegene Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert beherbergen Ausstellungen und ein Café.
- Sensorisch · Teilweise
- Die Torfräume sind dämmrig und eng. Das Gelände und das Café sind offen und ruhig.
- Kognitiv · Vollständig
- Ein klarer Weg durch die verbundenen Räume mit informativer Beschilderung und Personal vor Ort.
Warum das wichtig ist
Glaumbær ist seit den frühesten Tagen der isländischen Besiedlung ein Hof, und seine berühmtesten Bewohner gehören zur Vínland-Geschichte: Nach der Grænlendinga saga ließen sich Guðríður Þorbjarnardóttir und ihr Mann Þorfinnur Karlsefni nach ihren Fahrten nach Nordamerika in Glaumbær nieder, und ihr Sohn Snorri Þorfinnsson, der als das erste um 1005 in Amerika geborene Kind europäischer Abstammung gilt, bewirtschaftete hier das Land und ließ die erste Kirche in Glaumbær errichten. Guðríður, eine der weitgereistesten Frauen der Wikingerzeit, soll ihr Leben in Glaumbær als Einsiedlerin beschlossen haben, und eine moderne Statue von ihr mit ihrem Sohn steht an dem Ort. Die heutigen Torfgebäude, insgesamt dreizehn Räume, stammen überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert und wurden in den 1930er Jahren vor dem Abriss bewahrt; der Hof wurde 1952 als Volksmuseum eröffnet und gehört zu den am besten erhaltenen Torfhofanlagen Islands.