Isländisches Nationalmuseum
Þjóðminjasafn Íslands
Das Nationalmuseum von Island ist das wichtigste kulturhistorische Museum des Landes, untergebracht in einem eigens errichteten Gebäude nahe der Universität Island im Zentrum Reykjavíks. Seine Dauerausstellung „Making of a Nation“ zeichnet die isländische Geschichte von der Besiedlungszeit bis zur Gegenwart anhand von rund zweitausend Objekten nach, von Grabfunden der Wikingerzeit bis zu Alltagsgegenständen des 20. Jahrhunderts.
Region
Hauptstadtregion Reykjavík
Koordinaten
64.1419° N, 21.9481° W
Stopp planen
- Zeit vor Ort
- 2 Std.
Barrierefreiheit
- Rollstuhl · Vollständig
- Ein modernes Museumsgebäude mit Aufzugszugang zu allen Ausstellungsetagen, stufenlosem Eingang und barrierefreien Toiletten.
- Eingeschränkte Mobilität · Vollständig
- Ebene, mit dem Aufzug erreichbare Galerien im gesamten Gebäude.
- Sensorisch · Teilweise
- Im Allgemeinen ruhige Galerien. Einige Bereiche verfügen über audiovisuelle Displays und können während Schulbesuchen und in der Hochsaison der Kreuzfahrtschiffe geschäftiger sein.
- Kognitiv · Vollständig
- Chronologisch geordnete Ausstellungen mit klarer mehrsprachiger Beschriftung, dazu ein Museumsshop und ein Café.
Warum das wichtig ist
1863 als Antiquitätensammlung gegründet und 1911 in Nationalmuseum umbenannt, zog das Museum 1950 in sein heutiges Gebäude an der Suðurgata. Seine Bestände sind das wichtigste einzelne Zeugnis der isländischen materiellen Kultur und umspannen die heidnische und frühchristliche Besiedlung, den mittelalterlichen Freistaat, Jahrhunderte dänischer Herrschaft und den Weg in die Unabhängigkeit. Zu seinen Schätzen zählt die geschnitzte Kirchentür von Valþjófsstaður, eine romanische Eichentür von etwa 1200, die einen Ritter, einen Löwen und Drachen in einer Fassung einer weitverbreiteten mittelalterlichen Legende zeigt, dazu Waffen und Schmuck der Wikingerzeit, geschnitzte Trinkhörner, aus der Reformation gerettete Kirchenkunst und eines der größten Fotoarchive Islands.