Siedlungsausstellung (Reykjavík 871±2)
Landnámssýningin (Reykjavík 871±2)
Die Siedlungsausstellung, bekannt als Reykjavík 871±2, ist ein unterirdisches archäologisches Museum im Herzen Reykjavíks, das um die ausgegrabenen Reste einer Halle aus der Wikingerzeit herum errichtet wurde, die unter der Straße Aðalstræti entdeckt wurde. Besucher gehen um die an Ort und Stelle erhaltene Langhausruine mit Torfwänden herum, die zusammen mit Multimedia-Rekonstruktionen gezeigt wird, wie die Halle und ihre Umgebung ausgesehen haben.
Region
Hauptstadtregion Reykjavík
Koordinaten
64.1475° N, 21.9428° W
Stopp planen
- Zeit vor Ort
- 1 Std.
Barrierefreiheit
- Rollstuhl · Vollständig
- Ein modernes unterirdisches Museum mit Aufzugszugang und stufenlosen Wegen rund um die Ausgrabung.
- Eingeschränkte Mobilität · Vollständig
- Ebene, stufenlose Galerien, die von der Straßenebene aus mit dem Aufzug erreichbar sind.
- Sensorisch · Teilweise
- Dämmrige, schwach beleuchtete Galerien mit atmosphärischen Klanglandschaften und projizierten Bildern, die einige Besucher als desorientierend empfinden könnten.
- Kognitiv · Vollständig
- Ein kompakter, klar ausgeschilderter Rundgang mit mehrsprachiger multimedialer Interpretation.
Warum das wichtig ist
Die Ausstellung verdankt ihren Namen der als „Siedlungsschicht“ bekannten Tephraschicht, die von einem auf 871±2 datierten Vulkanausbruch abgelagert wurde und die frühesten Spuren menschlicher Tätigkeit an dem Ort versiegelt. Ihr Herzstück ist die Ruine eines Langhauses, das etwa von 930 bis 1000 bewohnt war, eine der ältesten bekannten Wohnstätten Reykjavíks, mit einer der größten in Island gefundenen Feuerstellen. Nördlich der Halle liegt ein Fragment einer um 871 errichteten Torfmauer unter der Siedlungstephra, was sie zu einem der ältesten bekannten von Menschen errichteten Bauwerke des Landes macht und ein materieller Beleg dafür ist, dass etwa zur überlieferten Zeit der Besiedlung Islands, wie sie die mittelalterlichen Quellen angeben, Menschen anwesend waren. Bei Bauarbeiten im Jahr 2001 entdeckt und 2006 als Museum eröffnet, wird die Stätte vom Stadtmuseum Reykjavík betrieben und zeigt Funde aus der Wikingerzeit aus dem Zentrum Reykjavíks und der nahen Insel Viðey.