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HistorischInteresse 3/5

Stöng

Stöng ist die ausgegrabene Ruine eines Hofes aus der Wikingerzeit und dem Mittelalter im Tal Þjórsárdalur am Rand des südisländischen Hochlands, geschützt unter einem modernen Schutzdach am Ende einer groben Schotterpiste. Etwa sieben Kilometer entfernt steht Þjóðveldisbærinn, ein vollständiger Nachbau des Hofes, durch dessen Torf-und-Holz-Langhaus Besucher gehen können, wie Stöng es einst war.

Region

Südisland

Koordinaten

64.1516° N, 19.7507° W

Barrierefreiheit
Rollstuhl · Keine
Die Ruinen liegen am Ende eines holprigen Schotterweges und sind über einen unbefestigten Pfad auf unebenem Boden zu erreichen, ohne stufenlosen Zugang in die überdachte Ausgrabung.
Eingeschränkte Mobilität · Eingeschränkt
Ein kurzer Fußweg über unebenen, unbefestigten Boden vom kleinen Parkplatz zu den geschützten Ruinen.
Sensorisch · Vollständig
Ein abgelegenes, ruhiges Tal am Rande des Hochlands mit wenigen Besuchern.
Kognitiv · Vollständig
Eine einzelne Ausgrabungsstätte mit informativer Beschilderung. Die separate Rekonstruktion Þjóðveldisbær ist als vollständiges Gebäude leichter zu erfassen.

Warum das wichtig ist

Stöng war ein bedeutender Hof, dessen Langhaus, Viehstall und Nebengebäude unter Tephra begraben und konserviert wurden, als der Vulkan Hekla 1104 ausbrach, ein Ausbruch, der etwa zwanzig Höfe im Þjórsárdalur verwüstete und die Aufgabe des Tals verursachte. Die 1939 ausgegrabenen, ungewöhnlich vollständigen Fundamente aus Stein und Torf mit einer Haupthalle, einer Stube und angrenzenden Räumen wurden zu einem Maßstab für das Verständnis des isländischen skáli, des Langhauses der Siedlungs- und Sagazeit, und trugen dem Ort den inoffiziellen Namen „das Pompeji Islands“ ein. Über den Ruinen wurde später ein Schutzbau errichtet. Zum 1100-jährigen Jubiläum der Besiedlung Islands errichtete der Staat zwischen 1974 und 1977 in der Nähe den Þjóðveldisbærinn, den „Freistaat-Hof“, einen vollständigen Nachbau auf Grundlage der Grabungen von Stöng unter Leitung des Mittelalterarchitektur-Forschers Hörður Ágústsson, später ergänzt durch eine nachgebaute frühisländische Stabkirche, die im Jahr 2000 geweiht wurde.

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