Kratersee Kerið
Kerið
Kerið ist ein vulkanischer Kratersee im Grímsnes-Gebiet des Golden Circle, der vor etwa 6.000 Jahren auf der Spaltenreihe Tjarnarhólar entstand. Seine steilen roten und schwarzen Schlackenwände, bis zu 55 Meter tief und 170 Meter breit, umschließen einen flachen, mineralisch gefärbten aquamarinblauen See, dessen Tiefe je nach Grundwasserspiegel zwischen etwa 6 und 14 Metern variiert.
Region
Südisland
Koordinaten
64.0410° N, 20.8850° W
Stopp planen
- Zeit vor Ort
- 45 Min.
Barrierefreiheit
- Rollstuhl · Eingeschränkt
- Ein unmittelbarer Blick auf den Kraterrand ist möglicherweise vom Eingangs-/Parkbereich aus möglich, aber der vollständige Weg am Rand und der Abstieg zum See verlaufen über Schotter, Treppen und unebene Krateroberflächen. Der Weg ist nicht rollstuhlgerecht.
- Eingeschränkte Mobilität · Eingeschränkt
- Der Blick vom Rand kann ein kurzer Halt sein, aber der vollständige Rundweg am Rand ist etwa 800 Meter lang und der Abstieg zum See beträgt etwa 164 Meter pro Strecke auf Schotter/Treppen. Die Route kann für Besucher mit eingeschränkter Mobilität schwierig sein und wird bei Eis noch anspruchsvoller.
- Sensorisch · Teilweise
- Ein Halt am Krater im Freien mit Windexposition, hellem See/Blendung, losem vulkanischem Schotter und Menschenmassen zu Stoßzeiten. Im Allgemeinen weniger intensiv als Wasserfälle oder Surfstrände, aber kein völlig reizarmer Ort.
- Kognitiv · Teilweise
- Die Route ist einfach, aber Besucher müssen sich von steilen, ungesicherten Kraterrändern fernhalten.
Warum das wichtig ist
Kerið ist ein gut erhaltener Kratersee in Islands westlicher Vulkanzone. Der Betreiber beschreibt ihn als Rest eines Kegelvulkans, dessen Magmavorrat sich leerte und die Struktur einstürzen ließ, nicht als Krater, den eine einzelne Explosion aushob. Der Wasserspiegel folgt dem umgebenden Grundwasser. Der See besitzt außerdem eine dokumentierte Forschungsgeschichte: Deutsche Wissenschaftler maßen 1932 seine Tiefe und untersuchten das Leben im Wasser, anschließend führte der Naturforscher Geir Gígja von 1941 bis 1954 wiederholte Studien durch. Die Messungen ergaben eine maximale Tiefe von 8,8 Metern, eine Schwankung des Wasserspiegels um 4,8 Meter, sommerliche Wassertemperaturen von etwa 12 bis 16°C und eine Lebensgemeinschaft aus Stichlingen, Krebstieren, Weichtieren, Insektenlarven und Plankton.