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NaturInteresse 3/5

Rauðasandur

Rauðasandur (Rauðisandur) ist ein ungewöhnlich langer, etwa 10 Kilometer langer Sandstrand an der Südküste der Westfjorde, der der Bucht Breiðafjörður zugewandt ist und von steilen Bergen flankiert wird. Anstelle von Islands typischem schwarzen Vulkansand wechselt seine Farbe je nach Licht und Wetter durch Gold-, Ocker- und Rottöne, die größtenteils von pulverisierten Jakobsmuschelschalen stammen, und das Gebiet beherbergt eine ansässige Robbenpopulation.

Region

Westfjorde

Koordinaten

65.4661° N, 24.0300° W

Stopp planen

Zeit vor Ort
1 Std. 30 Min.
Barrierefreiheit
Rollstuhl · Eingeschränkt
Der Strand selbst ist flach, aber der einzige Zugang ist eine steile, schmale Schotter-Bergstraße (Route 614) mit scharfen Serpentinen und ohne Leitplanken, was bereits vor Erreichen des Sandes ein Hindernis für Rollstuhltransporter und Besucher mit eingeschränkter Mobilität darstellt.
Eingeschränkte Mobilität · Eingeschränkt
Der Strand ist breit und flach, aber die Abfahrtsstraße, die Entfernung über den Sand, der Wind und das Fehlen von Einrichtungen machen Besuche anspruchsvoll.
Sensorisch · Vollständig
Meist ruhig und weitläufig, obwohl Wind, Blendung und Angst vor der Straße bei der Anfahrt eine Rolle spielen können.
Kognitiv · Teilweise
Der offene Strand ist einfach, aber die abgelegene Zufahrtsstraße und die Gezeiten erfordern Planung.

Warum das wichtig ist

Der verlassene Bauernhof Sjöundá am östlichen Ende des Strandes war der Schauplatz eines berüchtigten Doppelmordes im Jahr 1802, begangen von Bjarni Bjarnason und Steinunn Sveinsdóttir, die von König Christian VII. zum Tode verurteilt und 1805 hingerichtet wurden; der Fall inspirierte Gunnar Gunnarssons Roman Svartfugl von 1929. Die Abgeschiedenheit des Strandes, der nur über eine steile Schotterbergstraße erreichbar ist, hat ihn vergleichsweise unerschlossen gehalten.

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