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ReligiösInteresse 4/5

Kathedrale von Skálholt

Skálholtsdómkirkja

Die Kathedrale von Skálholt steht auf einem niedrigen Hügel in Südisland, in Skálholt, einem der beiden historischen Bischofssitze, die die isländische Kirche über sieben Jahrhunderte lang leiteten. Die heutige Kathedrale, 1963 geweiht, ist ein schlichter weißer Bau mit steilem schwarzem Dach, die zehnte Kirche an diesem Standort, und wird weiterhin als aktive Pfarrkirche genutzt, mit einer kleinen Krypta-Ausstellung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Fundstücke unter dem Kirchenschiff.

Region

Südisland

Koordinaten

64.1253° N, 20.5241° W

Stopp planen

Zeit vor Ort
45 Min.
Barrierefreiheit
Rollstuhl · Vollständig
Die Kathedrale und das angrenzende Besucherzentrum sind rollstuhlgerecht, mit einem kostenlosen, geräumigen Parkplatz direkt vor dem Gebäude. Einige Außenwege auf dem weitläufigeren Gelände sind geschottert.
Eingeschränkte Mobilität · Vollständig
Ebenerdiger Zugang vom Parkplatz in das Kirchenschiff und das Besucherzentrum, mit Schotterwegen für diejenigen, die das weitere Gelände erkunden.
Sensorisch · Teilweise
Das Kirchenschiff ist außerhalb von Gottesdiensten und Konzerten im Allgemeinen ruhig. Bei Veranstaltungen sorgen Orgelmusik und eine volle Gemeinde für mehr Lärm und Gedränge.
Kognitiv · Vollständig
Ein einzelnes, übersichtlich gestaltetes Kirchenschiff und das angrenzende Besucherzentrum machen die Orientierung auf dem Gelände einfach.

Warum das wichtig ist

Islands erstes Bistum wurde 1056 in Skálholt unter Ísleifur Gissurarson gegründet, und im selben Jahr entstand Skálholtsskóli, Islands erste offizielle Schule, deren Tradition heute als Gymnasium Reykjavík (MR) fortlebt. Über 700 Jahre lang war Skálholt das religiöse, politische und Bildungszentrum des Landes, neben seinem nördlichen Gegenstück in Hólar. Die Reformation erreichte hier 1550 ihren gewaltsamen Höhepunkt, als Jón Arason, der letzte katholische Bischof Islands, zusammen mit seinen beiden Söhnen in Skálholt hingerichtet wurde und damit die katholische Herrschaft in Island beendete. Die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kathedralen, die hier einst standen, sind verschwunden; das heutige Gebäude wurde zwischen 1956 und 1963 errichtet, um das 900-jährige Bestehen der Diözese zu feiern. Skálholt und Hólar bleiben die Sitze der beiden Weihbischöfe der isländischen Staatskirche.

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