Strandarkirkja
Strandarkirkja ist eine kleine weiße Holzkirche, die allein an der flachen, baumlosen Küste von Selvogur in Südisland steht, dem offenen Meer zugewandt, jenseits eines Strandes aus schwarzem Sand und grasbewachsener Lava. In ganz Island als „Wunderkirche" bekannt, ist sie seit Jahrhunderten ein Ort des Votivpilgerns und zieht Spenden von Menschen an, die auf Glück oder erhörte Gebete hoffen, weniger Touristen, die allein wegen der Architektur kommen.
Region
Südisland
Koordinaten
63.8358° N, 21.7046° W
Stopp planen
- Zeit vor Ort
- 30 Min.
Barrierefreiheit
- Eingeschränkte Mobilität · Vollständig
- Flaches, ebenes Küstengelände mit Parkplätzen in der Nähe der Kirche.
- Sensorisch · Vollständig
- Eine isolierte, ruhige Küstenlage mit freiem Blick auf das Meer und wenigen anderen Besuchern außerhalb der Gottesdienste.
- Kognitiv · Vollständig
- Ein einzelnes kleines Kirchengebäude, das einfach zu besichtigen ist.
Warum das wichtig ist
Eine Kirche ist an diesem Ort bereits im 12. Jahrhundert belegt. Einer örtlichen Legende zufolge wurden Seeleute, die vor dieser Küste in einen Sturm gerieten, von einem geheimnisvollen Licht sicher an Land geleitet, und aus Dankbarkeit errichteten sie an der Landestelle eine Kirche; die benachbarte Bucht trägt bis heute den Namen Engilsvík, „Engelsbucht". Über die Jahrhunderte schickten Isländer und später auch ausländische Spender Votivgaben an die Strandarkirkja in der Hoffnung auf erhörte Gebete, wodurch sie zeitweise gemessen an der winzigen Bevölkerung ihrer Gemeinde zu einer der reichsten Kirchen des Landes wurde. Die heutige Holzkirche wurde 1888 fertiggestellt und ersetzte frühere Holzbauten am selben Ort; Gottesdienste werden hier weiterhin während der Sommermonate abgehalten.