Nationalpark Þingvellir
Þingvellir
Ein UNESCO-Weltnaturerbe-Grabenbruch, wo die nordamerikanische und die eurasische tektonische Platte auseinanderdriften.
Region
Südisland
Koordinaten
64.2559° N, 21.1297° W
Stopp planen
- Zeit vor Ort
- 2 Std.
Barrierefreiheit
- Rollstuhl · Teilweise
- Die Hauptwege zur Almannagjá-Schlucht, zum Besucherzentrum Hakið, zur Kirche und zum Öxarárfoss bestehen aus Holzstegen oder rutschfesten Matten mit sanfter Steigung. Dadurch ist der Großteil des Parks für Rollstuhlfahrer zugänglich, auch wenn einige Stege Gefälle oder Lücken aufweisen.
- Eingeschränkte Mobilität · Teilweise
- Die wichtigsten Aussichtspunkte liegen in der Nähe der Parkplätze und Besuchereinrichtungen. Einige Routen umfassen jedoch Steigungen, Lücken in den Holzstegen, Treppen oder längere Fußwege zwischen den Sehenswürdigkeiten.
- Sensorisch · Teilweise
- Die Wege im Freien sind im Allgemeinen ruhig. In den Hauptbereichen der Schlucht und des Wasserfalls kann es jedoch voll und windig sein, mit starker Blendwirkung durch Wasser und Gestein.
- Kognitiv · Teilweise
- Die Orientierung erfolgt über ausgeschilderte Wege und Routen vom Besucherzentrum aus. Der Park ist jedoch weitläufig und die einzelnen Stationen verteilen sich auf mehrere Parkplätze.
Warum das wichtig ist
Die Alþingi-Generalversammlung wurde um 930 in Þingvellir gegründet und tagte hier bis 1798. Während des Freistaats bildeten Gesetzesfelsen und Lögrétta das Zentrum von Gesetzgebung und Rechtsprechung. Die zweiwöchige Sommerversammlung zog außerdem Händler, Arbeiter, Geschichtenerzähler und Besucher aus ganz Island an. In der Unabhängigkeitsbewegung gewann der Ort erneut nationale Bedeutung: Im 19. und 20. Jahrhundert fanden hier politische Versammlungen statt, und das Nationalfest von 1874 markierte Islands erste Verfassung. Ein Gesetz von 1928 stellte das Gelände als Nationalheiligtum unter den Schutz des Alþingi und verband die erhaltene Versammlungslandschaft mit öffentlichem Eigentum und der Verfassungsgeschichte des Landes.